Holzskulptur Kaiserin Kunigunde auf dem Osing

Der Osing, ein landwirtschaftlich genutztes, 264 Hektar großes Gebiet, gilt als größter Gemeinschaftsbesitz. Alle zehn Jahre werden in einer Verlosung die Äcker auf dem Areal unter den Bewohnern der Dörfer Humprechtsau, Rüdisbronn, Krautostheim und Herbolzheim neu verteilt (letztmals 2014).
Laut einer Sage geht der Brauch auf die Kaiserin Kunigunde zurück, die sich im 11. Jahrhundert in den umliegenden Wäldern verlaufen haben soll. Durch das Läuten der umliegenden Kirchenglocken habe sie jedoch den Weg zurück gefunden. Aus Dankbarkeit erhielten die Dorfbewohner den Osing als Allmende. Die erste urkundliche Erwähnung der Freimarkung erfolgte im Jahr 1465.
Im Dezember 2016 wurde die Tradition der Osingverlosung durch eine Unesco-Kommission zur Liste des bundesweiten immateriellen Kulturerbes hinzugefügt.
Die Eichholz-Skulptur soll mit einer Höhe von 2 Metern die Kaiserin Kunigunde darstellen.
